17.07.2013 - Erhöhtes Hautkrebsrisiko durch viel Sonne in der Kindheit

Wie wichtig es ist, gerade kleine Kinder vor zu viel Sonne zu schützen, bestätigt eine Untersuchung aus Israel. Denn wer als Kind viel Sonne abbekommt, hat später ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
Auch wenn es noch kühl ist, kann die UV-Strahlung intensiv sein – besonders am Meer. Foto: DGK
Jerusalemer Forscher haben die Daten von über einer Million junger Männer gesammelt, die im Alter zwischen 16 und 19 Jahren für den in Israel obligatorischen Militärdienst gemustert worden waren. Die wenigsten der Teilnehmer waren Israelis, die bereits seit mehreren Generationen im Land lebten. Gut die Hälfte war aus Nordafrika oder Asien eingewandert, etwa 43 Prozent stammten aus Europa. Am Ende des Beobachtungszeitraumes waren mehr als 1.500 dieser Männer am schwarzen Hautkrebs erkrankt. Wie erwartet, war das Melanomrisiko bei den hellhäutigen "Europäern" mit Abstand am höchsten. Insgesamt war es viermal so hoch wie bei den afrikanischstämmigen Teilnehmern, die als Vergleichsgruppe dienten.

Bemerkenswert war Folgendes: Bei den europäischen Einwanderern hängt das Hautkrebsrisiko vor allem damit zusammen, in welchem Alter sie nach Israel kamen. Wer von den Männern schon vor dem zehnten Lebensjahr nach Israel gekommen war, hatte ein um gut 70 Prozent höheres Risiko als derjenige, der seine Kindheit bis zum zehnten Lebensjahr im sonnenärmeren Europa verbracht hatte.

Weniger Sonne im frühen Kindesalter schien die Teilnehmer geschützt zu haben. Das Risiko für Hautkrebs war – auch verglichen mit den in Israel geborenen hellhäutigen Männern – um die Hälfte niedriger.

Sonnenbrände in früher Kindheit sind ein entscheidender Faktor für die spätere Entstehung eines bösartigen Tumors auf der Haut, betonen die Forscher. Wer als kleines Kind in sonnigen Regionen gelebt hat, hat ein eindeutig erhöhtes Risiko.
Quellenangabe: DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V.