Europäische Impfwoche vom 24.-30. April 2019

Niemand sollte denken: Mir passiert schon nichts

Mit dem Motto - " Vorbeugen. Schützen. Impfen“ - verbindet die 14. Europäische Impfwoche vom 24. bis 30. April 2019 einen lebensrettenden Appell: Impfungen sind entscheidend für die Verhütung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben.
Trotz vermehrter Aufklärung von Ärzten und Gesundheitsämtern gibt es sie noch immer - Schlagzeilen, die in Deutschland längst der Vergangenheit angehören sollten. "Tod nach Masern, Mädchen stirbt“, "Ungeimpftes Kleinkind stirbt an Masern“, "Dreifache Mutter an Masern gestorben“.

"Er hatte keine Chance“, in nur vier Worten fasst der Verein "Aktion Max“ den langen, aussichtslosen Kampf eines 19jährigen Jungen aus dem Regierungsbezirk Stuttgart gegen die Spätfolgen der Masern zusammen. Nach mehr als sieben Jahren in einer Art Wachkoma ist Max 2014 gestorben. Seine Eltern sind sich sicher, dass ungeimpfte Kinder ihren Sohn 1995 als Säugling mit dem Masern-Virus angesteckt haben und kämpfen nun gegen die Impfmüdigkeit in der deutschen Bevölkerung.

Nicht nur die Gefährlichkeit einer Masern-Erkrankung wird viel zu oft unterschätzt, die möglichen lebensbedrohlichen Komplikationen gerne verdrängt. Impfungen gehören nachweislich zu den bedeutendsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Moderne Impfstoffe sind zumeist gut verträglich, unerwünschte Nebenwirkungen selten. Das Ziel der Europäischen Impfwoche besteht darin, bei Eltern, Betreuern, politischen Entscheidungsträgern und den Medien ein größeres Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen zu erreichen. Denn geimpfte Menschen schützen nicht nur sich selbst. Indem sie die Weiterverbreitung blockieren, schirmen sie auch alle Personen in ihrem Umfeld ab.