Fit für die Schule

Fit für die Schule
Die Einschulungsuntersuchung in Baden-Württemberg

Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Wir alle sind gemeinsam gefordert, die Bedingungen für das Lernen, für die Entwicklung und für das gesamte Kinderleben so optimal wie möglich zu gestalten.
Deshalb werden in Baden-Württemberg alle Kinder bereits im Alter von ca. 3,5 bis 5 Jahren bei der Einschulungsuntersuchung untersucht. Im letzten Kindergartenjahr kann dann ggf. eine zusätzliche Förderung der Kinder stattfinden.

Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Fähigkeiten des künftigen Schulkindes gerichtet, die für einen erfolgreichen Schulbesuch wichtig sind: Sehen, Hören, Motorik und Sprache.

Das Sehen und Hören wird mit modernen, kindgerechten Apparaten getestet, bei der Motorik wird die Großmotorik beim Bewegen und die Feinmotorik beim Schreiben und Malen geprüft durch das Abmalen von verschiedenen vorgegebenen Formen. Die Sprache wird mittels Heidelberger auditivem Sprachscreening (HASE) untersucht.

Zweck der Untersuchung ist es, zu prüfen, ob das Kind altersentsprechend entwickelt ist oder ob ein Förderbedarf festzustellen ist. Dann wird die Beratung der Eltern über Fördermöglichkeiten angeschlossen.

Der erste Untersuchungsschritt wird von Kinderkrankenschwestern durchgeführt. Impfbuch und U-Heft, der von den Eltern ausgefüllt Elternfragebogen und der Erzieherinnenfragebogen werden eingesehen, Größe und Gewicht des Kindes werden gemessen. Hör- und Sehtest und das HASE-Screening werden durchgeführt.

Wenn die Untersuchung ein altersgerechtes Ergebnis ergibt und kein Förderbedarf festgestellt wird, findet keine weitere Untersuchung statt.
Bei auffälligen Befunden dagegen wird mit der Ärztin/dem Arzt des Gesundheitsamtes gesprochen und die betroffenen Kinder werden zu einer ärztlichen Untersuchung eingeladen. Dabei besprechen die Eltern mit dem Arzt die Fördermöglichkeit, die je nach den gegebenen Umständen zu Hause, im Kindergarten oder durch spezielle Frühförderstellen oder über den Kinderarzt erfolgen können.

Diese frühe Diagnostik und Beratung der Eltern ist die Voraussetzung dafür, den Kindern die Förderung so frühzeitig wie möglich zukommen zu lassen.

Ein zweiter Schritt der Einschuluntersuchung soll wenige Monate vor der Einschulung bei den Kindern erfolgen, die trotz erfolgter Förderung weitere Unterstützung benötigen bzw. bei denen aufgrund der Beobachtung durch Kooperationslehrkraft oder Erzieherin Unterstützungsbedarf neu aufgefallen ist.