Schlafapnoe: Ursachen & Behandlung – Hoher Risikofaktor für Impotenz

Schlafapnoe

Ein Schlaf-Apnoe-Syndrom liegt vor, wenn die Atmung während des Schlafs 5 mal pro Stunde länger als 10 Sekunden aussetzt. Besonders typisch ist das laute Schnarchen während des Schlafs. Als Folge dieser Erkrankung können sich Tagesmüdigkeit, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Impotenz (s.u.) einstellen.

Therapiemöglichkeiten

  • Gewichtsreduktion
  • Vermeidung von Alkohol, Schlafmitteln, Reduktion von Nikotin, Einhalten eines regelmäßigen Schlaf-rhythmus
  • Vermeidung der nächtlichen Rückenlage
  • Nasale Beatmungstherapie mit Hilfe einer speziellen Beatmungsmaske (Überdrucktherapie)
  • In ausgewählten Fällen: orale Hilfsmittel wie Unterkieferprotrusionsschienen
  • Operative Therapie

Welche Therapie im Einzelfall angebracht ist, kann lediglich der Arzt vor Ort entscheiden.

Nächtliche Schlafaussetzer und ständige Atempausen gehen sehr viel häufiger mit Erektionsstörungen einher, als bisher angenommen.

Studienergebnisse

Das ist das Ergebnis einer Studie deutscher Forscher an mehr als 400 Patienten, die an der sogenannten Schlafapnoe leiden. Mit einer Therapie, beispielsweise einer Atemwegsdruckbehandlung mittels Maske, könnten sich in vielen Fällen auch sexuelle Funktionsstörungen behandeln lassen, hoffen die Wissenschaftler. Dies müssten jedoch erst weitere Studien zeigen.

In ihrer Studie diagnostizierten die Forscher bei knapp 70 Prozent der Patienten mit gesichertem Schlafapnoe-Syndrom Erektionsstörungen. Als weitere Risikofaktoren für eine Schlafapnoe bestätigten sich sowohl das Alter der Patienten als auch Herz- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Nach dem Alter zeigte sich für die Atemaussetzer, also den Sauerstoffmangel, der zweitstärkste Zusammenhang mit Impotenz.

Studien zufolge leiden bis zu 20 Prozent aller Männer über dem 20. Lebensjahr unter Erektionsstörungen. Lie-gen darüber hinaus Erkrankungen etwa des Herz-Kreislauf-Systems oder Diabetes mellitus vor, ist sogar jeder zweite Mann betroffen, bei älteren Männern bis zu 70 Prozent. Das weit verbreitete Schlafapnoe-Syndrom ist durch lautes Schnarchen und nächtliches Aussetzen des Atems gekennzeichnet. Es geht mit einer Schläfrigkeit am Tag einher, ist aber zugleich ein Risikofaktor für Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.